Altstädte von Wismar und Strahlsund

Das zum Welterbe erklärte Gebiet umfasst Teile der Hansestädte Stralsund und Wismar in Mecklenburg-Vorpommern, die in ihrer Einzigartigkeit das Erbe der Hanse bewahren.

In beiden Städten galt über 600 Jahre das Lübecker Baurecht. Grundgedanke war der Brandschutz. Die Holzbauten sollten durch solche aus Backstein abgelöst werden. Stralsund war in seinen Anfangsjahren zweimal einer Feuersbrunst zum Opfer gefallen. Auch andere Städte mit Holzbauten waren von Stadtbränden betroffen. Das sollte sich nicht wiederholen. Neubauten durften nur auf den Grundmauern, den Brandmauern, der zuvor dort befindlichen Häuser entstehen.

Die Hansestadt Stralsund wurde 1234 am Strelasund gegründete. Sie war bereits im Mittelalter zu den bedeutendsten Fernhandelsstädten und Umschlagplätzen herangewachsen. Hier legten die großen Segelschiffe an. Es wurde  Getreide, Fisch, Butter, Tuchen und Salz umgeschlagen.

Stralsund war im 14. Jahrhundert neben Lübeck die bedeutendste Stadt im gesamten Ostseeraum für den Handel.
Von dieser Zeit der Stadt  Stralsund sind viele schöne Bürgerhäuser erhalten. Sie beeindrucken mit ihren unterschiedlichen Giebelformen im gotischen und barocken Stil. Auch findet man hier ganz kuriose Straßennamen, die auf das dort befindliche Gewerbe hinweisen.

Die Sehenswürdigkeiten der Altstadt sind:
Alter Markt mit Rathaus, bedeutende Sakralbauten wie  Marienkirche und  Katharinenkloster,

Nikolaikirche und Wulflamhaus: eines der bedeutendsten städtebaulichen Ensembles der Backsteingotik,

Relikte der Stadtbefestigung wie das  Kütertor, Hafen mit Ozeanum und Gorch Fock, Grünanlagen und Gewässer.

 

Altstädte von Stralsund und Wismar gehören seit Juni 2002 zum Weltkulturerbe.

 

 

Stralsund


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Quelle: Openstreetmap

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Auf dem Smartphone muss man die herunter geladene kmz-Datei suchen und
da anklicken. In beiden Fällen sollte Google Earth installiert sein.

 

Geodaten: 54.3151,13.0919

 

Hinweise zur Anwendung der Geodaten

 
Blick vom Kontorhaus auf die Altstadt, hinten das Ozeaneum
 
Blick vom Kontorhaus auf die Altstadt mit Heilgeistkirche
 
Blick vom Hotel Kontorhaus auf die Altstadt am Querkanal

Links: Heilgeistkirche,   Mitte: St. Jakobi-Kirche,    Rechts: St. Nikolai-Kirche,
 

   
 
Rathaus  am Alten Markt, Vorderansicht
Das Rathaus wurde in der Zeit zwischen den Jahren

1300 bis 1310 errichtet. Der Baustil ist norddeutsche Backsteingotik, so wie es in vielen anderen Hansestädten zu dieser Zeit anzutreffen ist.

Das Gebäude am Alten Markt  mit seiner Schaufassade gilt als einer der bedeutendsten öffentlichen Gebäuden  des Ostseeraums und ist zugleich das Wahrzeichen der Hansestadt Stralsund.

Im Mittelalter befand sich im Erdgeschoss die „Händlerstraße“ von Stralsund und war gefüllt mit kleinen Läden und fliegenden Händlern.

Das Rathaus steht neben der Nikolai-Kirche.

 
Rückseite des Rathauses in der Badenstraße mit der
St. Nikolai-Kirche
Das Bild der Stralsunder Altstadt wird geprägt durch die drei basilikalen Großkirchen, St. Nikolai, St. Marien und St. Jakobi. Sie  ist die älteste der drei großen Pfarrkirchen. Sie wurde im Jahr 1276 erstmals urkundlich erwähnt. Der Turm ist 102,6 Meter hoch.

Die Kirche ist etwas niedriger als die Marienkirche am Neuen Markt. Ihre Gesamtlänge beträgt 87 m, die Höhe des mittleren Kirchenschiffs 29 m.

 
 

 
St. Nikolai-Kirche, Alter Markt und das Rathaus
 
Alte Apotheke in der Badenstraße 44.

Im Rücken steht die  St. Nikolai-Kirche.

   
 
St.-Marien-Kirche am Neuen Markt
Die St. Marien-Kirche am südwestlichen Ende der Altstadt von Stralsund ist eine dreischiffige Kirche mit Querhaus. Die Basilika am Neuen Markt wurde im Jahr 1298 erstmals erwähnt. Der Turm ist 104 m hoch. Die Marien-Kirche ist 96 m lange, 41 m breite und im Mittelschiff 32,95 m hohe. Diese Maße vermittelt der Kirche einen enormen Raumeindruck und ist somit - nach der Marienkirche zu Danzig - die größte Backsteinkirche im Hanseraum.

Sie wird auch die Mächtige genannt. 1647 war  die St. Marien-Kirche angeblich das weltweit höchste Bauwerk.

Sie wurde von den reichen Gewandschneidern finanziert.

Beim Einsturz des Kirchturms 1382 wurden von der ursprünglichen Kirche Chor und Teile des Langhauses zerstört. 1416 begann der Neubau und wurde der Grundstein für den Westbau gelegt.

   
 
Pilgerkapelle in der Kulturkirche St. Jakobi

Die St. Jakobi-Kirche in Stralsund wurde im Jahr 1303 erstmals erwähnt und ist damit die jüngste der drei Stralsunder Pfarrkirchen.

St. Jakobi wird gegenwärtig als Kulturkirche genutzt. 

Sie ist eine dreischiffige Pfeilerbasilika mit geradem Chorschluss und einem Westturm. Die lichte Weite des Mittelschiffs beträgt ca. 9 m, die Höhe 24,60 m. Die Breite der Turmfassade beträgt etwa 32,20 m, der Turm besitzt heute eine Höhe von etwa 68,10 m. Die Kirche hat eine Gesamtlänge von 72,30 m.

 
Das
neue Orgelwerk wurde in den letzten Jahren im brandenburgisch-preußischen Barockstil wieder hergestellt. Das Instrument umfasst auf drei Manualen und Pedal etwa 3500 Pfeifen verteilt auf 51 klingende Register.
 
St. Jakobi-Kirche Innenraum
   
 
Der Rügendamm ist die erste feste Strelasundquerung.

Aus vergangenen Zeiten, die F 96, Rügendamm

Über den Rügendamm führen sowohl die alte Bundesstraße 96, oder F96, die Bahnstrecke Stralsund–Saßnitz als auch ein kombinierter Fuß- und Radweg. Er wurde 1936/1937 fertig gestellt. Den Rügendamm bitte nicht  mit der Rügenbrücke aus dem Jahr 2007 verwechseln.

Der Rügendamm mit der Klappbrücke auf dem Bild ist zu einem günstigen Moment des Reiseverkehrs zu sehen. Kaum zu glauben ist, dass es am 11.09.1965 einmal keinen Verkehr gegeben hat! Man konnte auf dem Rügendamm anhalten, aussteigen und in Ruhe fotografieren.  Der Rügendamm war das gefürchtete Stück der F 96 auf der Fahrt nach Rügen. Viele Stundenwartezeit musste man im Sommer einrechnen.

Das war einer der schlimmsten Staugebiete am Rande von Stralsund. 

 
 
 
 

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Quelle Openstreetmap